Prinzessin Jaana I.

 tanzende Lieblichkeit vom närrischen Hofe derer von Steiner, aus dem reizvollen Vielläppcherdorf zu Miesenbach.

 

 

 Proklamation:

 

Wieder einmal ist es so weit,

es beginnt die Narrenzeit.

Mit guter Laune, Humor, Schunkeln und Singen,

wollen wir die neue Kampagne beginnen.

Hierzu begrüße ich aus Nah und Fern,

euch alle hier recht gern.

Krisen, Kriege und Skandale,

verbanne ich aus diesem Saale.

Präsident, Elferrat, Garden, und Senat,

sind voll Tatendrang und steh’n parat.

Ihr meine Freunde der Fasenacht,aus Ramstein und aus Miesenbach,aus der Pfalz, und aus Baden,

seid alle herzlich eingeladen,

mit uns Vielläppchern und anderen Jecken,

die fünfte Jahreszeit zu erwecken.

Drum gleich zu Beginn,fordere ich euch auf,

ruft ein dreifaches Alleh Hoppin die Welt hinaus.


Alle zusammen: Alleh Hopp, Alleh Hopp, Alleh Hopp


Ich bin wahrlich kein unbeschriebenes Blatt,

schon lange mache ich hier Fasenacht,

Tanzen das ist mein Métier,

da kenn ich mich aus,

das mag ich sehr,

ich schwinge nicht nur selbst das Beintrainier in unserem Verein,

Vielläppcher Girls und die Bambinis,

weil es Spaß macht und auch schön ist,

die Schobbedänzer, unser Männerballett,

Jungs sportlich, fit, vital und adrett,

diese Herren, verehrte Narrhallesen,

betreue ich auch, das müsst ihr sehen.

Und schneidern tu ich obendrein,

Kostüme für den Unterhaltungsverein.

Ein viertel Jahrhundert bin ich schon aktiv,

doch Zeit für den Thron, hatte ich nie,

das ändert sich nun diese Session,

Prinzessin der Vielläppcher, ist meine neue Passion.

Wie ihr seht bin ich nicht unbekannt,

mein bürgerlicher Name wird oft genannt,

damit ist es nun aber vorbei,

als Regentin der Miesenbacher Narretei,

dem Amt gebührend verlange ich,

dass man mich nun wie folgt anspricht:


Prinzessin Jaana I.

tanzende Lieblichkeit vom närrischen Hofe derer von Steiner,

aus dem reizvollen Vielläppcherdorf zu Miesenbach


Nicht nur ich bin neu im Amt,

auch der Stadtrat ist noch nicht lange ernannt,

wie bisher, bunt gemischt

manch bekanntes, manch neues Gesicht,

und der Stadtvorstand, im Saal vertreten hier,

besteht statt aus Dreien, nun aus Vier,

das lässt vermuten,

man will sich sputen,

für Ramstein und für Miesenbach,

mit Taten, guten.

Der Bürgermeister, Ralf Hechler, der ist bekannt,

auch Ludwig Linsmayer, der seit längerem ihm geht zur Hand,

erstmals ist mit Gisela Pfaff,

eine Frau mit an der Macht,

Hans Roos, unser Senatspräsident,

der vierte im Bunde er sich nennt,

seid besonders gegrüßt und hört gut zu,

wenn ich meine Proklamation verkünden tu.


Jetzt wo ihr seid genannt,

sind alle hier sicher gespannt,

ob ich für die närrischen Tage,

einen Wunsch an euch heran trage,

im stillen Kämmerlein dachte ich mir,

die Schobbedänzer verstärkt durch die vier,

das wäre vielleicht eine Tat,

an der jeder Freude hat,

doch musste ich mir eingestehen,

das wird wohl nichts, das wird nicht gehen,

zwar ist Ludwig, der King of Rock’n Roll

bei der Nummer sicher ganz toll,

doch ist der Aufwand viel zu groß,

drum lies ich hiervon wieder los.

Aber so leicht kommt ihr uns nicht davon,

ich hoffe man trifft den richtigen Ton,

beim Gassenhauer von Miesenbach,

dem Lied in unsrer Fasenacht,

vorgetragen von euch, recht flott,

un noch e Schobbe in de Kopp.

Vorzugsweise, wie solls anders sein,

bei der Prunksitzung von unsrem Verein.


In Miesenbach wird viel gebaut,

man siehts, wenn man sich so umschaut,

am Seewoog geht es gut voran,

ein Kindergarten ist auch noch dran,

im alten Schulhaus wird viel bewegt,

ob Balatonlelle Straße, oder Budapester Weg,

überall setzt man Steine auf Steine,

ich hätte da noch was, für die Vereine.

Auf dem Kiefernkopf, die ehrwürdige Halle,

ist gekommen in die Jahre,

manches wurde schon getan, in diesem Haus,

aber eines, das steht noch aus,

die Anlagen, die sanitären,

nun auf die Agenda gehören,

so hoffe ich, man hört meine Wörtchen,

und kümmert sich um die stillen Örtchen.


Als die Fundamente wurden gemacht,

war er täglich in Miesenbach,

damit alles klappt und gut geht,

und der Vogel am Ende sicher steht.

Nun weilt er da schon einige Jahre

gegenüber von Holzhauser, wo Schellhaaße ware,

der Greif aus Sandstein, schaut unter sich,

er sucht und sucht und findet kein Licht,

ein Kabel ist dort wohl vergraben,

und das seit vielen, vielen Tagen,

mir scheint, das ist eine lange Leitung,

oder weshalb, geht so viel Zeit rum,

bis dass das Werk nun endlich fertig gestellt,

und der Vogel am Abend vom Licht erhellt,

von allen Passanten bestaunt werden kann,damit dies geschieht ordne ich an,

wird Linsmayers Ludwig, der all dies überwacht,

nun zum Sonderbeauftragten gemacht,

bis Aschermittwoch, das verfüge ich

erstrahlt der Vogel endlich im Licht.


Wie bereits zu lesen war,

baut die Stadt für die Kinderschar,

eine Kita neu und schön,

diese wird unweit vom Seewoog stehn,

der Plan hierfür ist schon gemacht,

von Herrn Torner auf Blaupause gebracht,

mittlerweile ist bestimmt,

wer die Leitung übernimmt,

doch das Kindernest beim Seewooggraben,

hat bislang noch keinen Namen,

ein „Arbeitstitel“, manchem zum Trotz

lautet Kita Hotzenplotz.

Zur Namensfindung ordne ich an,

dass alle meine Untertanen,

sich ab heute tun bemühen,

lasset die Gehirnzellen glühen,

macht Vorschläge zu Hauf,

schreibt diese auf nen Zettel drauf,

schmeißt diese dann in unsere Kiste,

ich übergebe dann die lange Liste,mit eurer Empfehlung im Rathaus ab,

dann kann befinden darüber der Rat.

Dies freilich ohne Garantieschein,

denn in seiner Entscheidung ist er frei.


An uns gerichtet, Förderer und Aktive, an jedermann,

helft und steht zusammen, wo immer wer kann,

all unsere Veranstaltungen übers Jahr,

brauchen eine große Helferschar,

auch außerhalb der hohen Zeit,

bitte ich euch, steht unterstützend bereit,

ob alt ob jung, ob groß ob klein,

es geht einzig um euren Verein,

der Zusammenhalt ist phänomenal,

drum lasst und steigern die Helferzahl,

das ist mein großer Herzenswunsch,

wir packen an, Alleh Hopp, auf uns!


Noch einen Gruß an den Patenverein,

der nun einen Preisträger hat in seinen Reihen,

Andreas Franz, als Hofnarr bekannt,

wird ausgezeichnet im Nachbarland,

vergleichbar mit dem Oscar, renommiert, hoch angesehen,

tut er mit Prominenten in einer Reihe stehen,

mit dem Ettlinger Narrenbrunnenpreis geziert,

wird ihm von Herzen von uns gratuliert.N un denn, fortan sollt ihr all das was gesagt,

uneingeschränkt umsetzten in die Tat.

Hierfür vorab schon mal herzlichen Dank,

an die Untertanen im Vielläppcherland.

Euch allen viel Freude, Spaß und Vergnügen,

in der Kampagne, ob hüben ob drüben,

meinem Präsidenten und dem Elferrat,

eine wirklich tolle Fasenacht,

den Tänzerinnen, Garden, Tanzmariechen viel Glück,

gleiches all denen die stehn in der Bütt,

die Vielläppcher Girls und Schobbedänzer,

mit Showeinlagen werden glänzen,

dem Senat, der stets hilfsbereit,

eine schöne Faschingszeit,

den Helfern vor, auf und hinter der Bühne,

auch denen die die Gäste bediene,

ob Ausschank, Technik oder Garderobe,

ohne euch wäre es eine Katastrophe.

Daniela und Janine, euch vielen Dank,

für eure Unterstützung und die helfende Hand,

einen dicken Schmatzer an Sandra aus dem Kuseler Land,

meine Haare weiß ich bei Dir in sicherer Hand.

Besonders Vertraute schon mein Leben lang,

meine Mädels, liebevoll als Hühnerhaufen bekannt,

besondere Freunde, mir mehr als wichtig,Euch zu erwähnen unverzichtlich.


Meiner Familie einen besonderen Gruß,

die nun so manches mal auf mich verzichten muss,

doch dank Christian, kann ich heuer Prinzessin sein,

für die Miesenbacher Vielläppcher, meinen Verein.

Sollte ich jemanden vergessen haben,

möchte er mir das nicht nachtragen.

Verkündet anlässlich meiner Inthronisation zu Miesenbach am 16. Tag des

Dritten Herbstmond anno 2019

Eure Prinzessin Jaana I. tanzende Lieblichkeit vom närrischen Hofe derer von

Steiner, aus dem reizvollen Vielläppcherdorf zu Miesenbach.


Alleh Hopp